
Blattzeitung 54-2026
Liebe Leser, liebe Leserinnen,
Der schreckliche Tod eines jungen Jägers in Warburg im Kreis Höxter, der bei einem gemeinschaftlichen Ansitz vermutlich in das Visier eines Wärmebildgerätes geraten ist, muss uns wachrütteln.
Das Jagen mit Wärmebild- oder Restlichtunterstützung hilft beim Ansprechen, bei der sicheren Schussabgabe und oftmals auch beim Finden des erlegten Wildes. Aber es birgt auch ungeahnte Risiken, sofern diese Art der Jagd nicht fundiert erlernt und mit Sinn und Verstand eingesetzt wird.
Schon in der Jungjägerausbildung muss deshalb das Jagen mit Nachtsichtgeräten zukünftig viel deutlicher als bisher thematisiert werden, und vielleicht macht sogar, ähnlich zur Fallenjagd, ein entsprechender Sachkundenachweis Sinn?
Die neuen Techniken werden bleiben und uns fortan auf der Jagd begleiten, dafür haben Politik und Wirtschaft längst Fakten geschaffen. Wir Jäger werden auch weiterhin dazu neigen, unsere verbesserten Möglichkeiten bis zum Limit auszuschöpfen. Unser ethischer Anspruch als weidgerechte Jäger muss es aber bleiben, die Grenze eines verantwortungsbewussten Umgangs mit Gerät und auch mit unserem Wild nicht zu überschreiten.
Ihr Redaktionsteam der blattzeitung.
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